Ganz weit weg

Yulara – Abenteuer am Felskoloss

Für alle von Mad Max inspirierten Abenteuerlustigen, die sich von langen Reisen nicht abschrecken lassen, bietet der Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark das perfekte Ziel.

Anreise und Unterkunft

Der Uluru liegt zentral in Australien, die nächstgrößere Stadt (ca. 340 km entfernt) ist Alice Springs. Im Nationalpark selbst befindet sich außerdem ein kleiner Flughafen, der von verschiedenen australischen Städten regelmäßig angeflogen wird. Wer mehr Zeit mitbringt und die Landschaft genießen möchte, kann auch die ca. 20- bis 30-stündige Fahrt von den Städten an den Küsten mit dem Auto oder Reisebus antreten. Vor Ort gibt es die touristische Ansiedlung Yulara, in der es diverse Hotels und Hostels gibt.

Steppenlandschaft und…
Höhlenmalerein am Uluru.

Uluru

Zum Uluru, der auch unter seinem Kolonialnamen „Ayers Rock“ bekannt ist, führt nur eine Straße. Dieser Inselberg, der eine wichtige spirituelle Bedeutung für die indigene Bevölkerung hat und eine tragende Rolle in deren Traumzeit-Geschichten spielt, darf auf einem gekennzeichneten Weg umwandert werden, wobei die wichtigsten Stellen mit Tafeln und Erklärungen zu deren Bedeutung gekennzeichnet sind. An verschiedenen Punkten entlang der Felswände kann man Höhlenmalereien bewundern.

Ein besonderes Spektakel ist das natürliche Farbenspiel des Ulurus, der abhängig von Wetter und Sonnenstand in verschiedensten Farbtönen erscheint. Sonnenauf- und Sonnenuntergang bieten sich hervorragend hierfür an.

Kata Tjuta

Kata Tjuta sind eine Gruppe von Bergen, die ebenfalls im Nationalpark liegen. Auch sie sind wichtiger Bestandteil der Traumzeit-Geschichten und werden daher bis heute als Ort für Rituale genutzt, weshalb der Zutritt einiger Bereiche für Touristen beschränkt wird. Dennoch gibt es hier verschiedene Wanderwege, und von einem auf Sanddünen gelegenen Aussichtspunkt kann man den Sonnenauf- und Sonnenuntergang über der Berggruppe genießen.

Kata Tjuta liegt etwas abgelegener als der Uluru und wird seltener frequentiert, weshalb hier die Chancen gutstehen, australische Tiere in der Wildnis zu erspähen.

Kän­gu­ru.
Goanna.

Aktivitäten

Teil des Nationalparks ist ein Kulturzentrum, das von der indigenen Bevölkerung vor Ort betrieben wird. Hier kann man die Legenden um die Region und die Traumzeit näher kennenlernen und mehr über die spirituelle und religiöse Bedeutung des Uluru und Kata Tjuta erfahren, außerdem werden traditionelle Kunstwerke und Handwerksgegenstände ausgestellt und verkauft.

Von Yulara aus pendelt regelmäßig ein Shuttle-Bus zum Uluru und zu Kata Tjuta, wo es diverse Wandermöglichkeiten gibt. Wer die Wanderungen zum Sonnenaufgang antreten möchte, sollte warme Kleidung mitnehmen, da es in der Wüste nachts stark abkühlt. Seit Ende 2019 ist es per Gesetz verboten, den Uluru zu besteigen.

In Yulara kann man außerdem eine Kamelfarm und ein kleines Einkaufszentrum besuchen.

Hinweis

Bei extremer Witterung oder für religiöse Rituale können einige Wanderwege gegebenenfalls gesperrt werden oder Aktivitäten vor Ort ausfallen. In der heißen, trockenen Region herrscht ganzjährig Wassermangel, weshalb gebeten wird, nicht verschwenderisch damit umzugehen und auf Wanderungen genügend Trinkwasser mitzuführen.

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